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Beeidigung und Ermächtigung


Für die Arbeit bei Gerichten und Notaren werden beeidigte Dolmetscher und ermächtigte Übersetzer eingesetzt. Die Regelungen, Zugangsvoraussetzungen und Bezeichnungen variieren von Bundesland zu Bundesland. In Rheinland-Pfalz werden Dolmetscher allgemein beeidigt und Übersetzer ermächtigt. Zuständig dafür sind die Oberlandesgerichte Koblenz und Zweibrücken, je nach beruflicher Niederlassung oder Wohnsitz des Antragstellers.

Gültig sind die allgemeine Beeidigung und die Ermächtigung nicht nur im Landesgebiet Rheinland-Pfalz, sondern in der gesamten Bundesrepublik Deutschland.

Dolmetscher und Übersetzer bei Gericht oder beim Notar übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie sind dazu verpflichtet, Gesprochenes bzw. Geschriebenes treu und gewissenhaft von einer in die andere Sprache zu übertragen und dabei stets Verschwiegenheit zu bewahren.

Voraussetzungen

Um allgemein beeidigt oder ermächtigt zu werden, muss zum einen die persönliche Zuverlässigkeit und zum anderen die fachliche Eignung nachgewiesen werden.

Einzureichende Unterlagen zum Nachweis der persönlichen Zuverlässigkeit sind:

  • Ein eigenhändig geschriebener Lebenslauf
  • Eine Erklärung, dass ein Leben in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen vorliegt
  • Eine Erklärung, dass die Bereitschaft und die tatsächliche Möglichkeit bestehen, im Rahmen des Tätigkeitsbereichs nach § 1 Abs. 1 LDÜJG auf Anforderung kurzfristig zur Verfügung zu stehen
  • Ein Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde nach § 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes (wird bei der zuständigen Meldebehörde beantragt)

Für die fachliche Eignung müssen folgende Nachweise erbracht werden:

  • Unterlagen wie Zeugnisse über ein Dolmetscher- oder Übersetzerstudium, Zeugnisse über staatliche bzw. sonstige Prüfungen oder Nachweise über die Sprachkompetenz gemäß Stufe C2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens in der deutschen und in der Fremdsprache
  • Ein Nachweis über Kenntnisse der deutschen Rechtssprache. Für den Erwerb dieser Kenntnisse finden u. a. am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK) in Germersheim Zertifikatsprüfungen statt, die in Zusammenarbeit mit dem BDÜ Rheinland-Pfalz erarbeitet wurden. Ein derartiges Zertifikat wird von den Oberlandesgerichten grundsätzlich als Nachweis anerkannt. Nähere Informationen finden Sie hier.

Beantragung

Der Lebenslauf und die Nachweise werden zusammen mit den ausgefüllten Antragsunterlagen, die auf den Seiten der Oberlandesgerichte Koblenz und Zweibrücken zum Download bereitstehen, eingereicht (siehe weiterführende Links). Nach Prüfung Ihres Antrags werden Sie schriftlich über dessen Annahme oder Ablehnung informiert und werden bei Annahme aufgefordert, sich zu einem bestimmten Termin persönlich für die Beeidung oder Ermächtigung im Oberlandesgericht einzufinden. Es ist außerdem eine Verwaltungsgebühr zu entrichten, die Sie entweder im Voraus überweisen oder vor Ort entrichten können.

Weiterführende Links

Landesgesetz über Dolmetscherinnen und Dolmetscher und Übersetzerinnen und Übersetzer in der Justiz (LDÜJG)

Allgemeine Informationen für Dolmetscher/Übersetzer Oberlandesgericht Koblenz

Allgemeine Informationen für Dolmetscher/Übersetzer Oberlandesgericht Zweibrücken

Dolmetscher- und Übersetzerdatenbank der Landesjustizverwaltungen

 

 

Sind trotzdem noch Fragen offen? Unsere Referentin für beeidigte Dolmetscher und ermächtigte Übersetzer hilft gerne weiter.

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